Verwendung von einem Weidezaun
Zum einen dient ein Zaun der Kenntlichmachung von Besitzverhältnissen an Grund und Boden im öffentlichen Raum.
Andererseits werden Zäune dazu eingesetzt, um Menschen und/oder Tiere daran zu hindern, sich in ein oder aus einem Gebiet heraus zu bewegen, z.B. Weideland, in Zoos, in Gefängnissen oder Lagern.
Er dient auch der Abgrenzung staatlicher Territorien. So trennte ein Grenzzaun die DDR von der BRD und somit Deutschland über Jahrzehnte. Aktuell wird der rund 700 km lange "Sicherheitszaun" entlang der Grünen Linie in Israel, der israelisches Kerngebiet vom Westjordanland trennt, Grenzzaun genannt, obwohl er eine Mauer darstellt.
Unternehmen verwenden Zäune zur Absicherung ihrer Gewerbe- und Industriegebiete gegen Unbefugte ebenso wie Privatleute zur Sicherung ihre Grundstücke und Gärten. Auch in Landschaftsschutzgebieten werden sie eingesetzt. Im Straßenbau werden Krötenzäune zum Schutz von Amphibien in der Nähe der Wanderwege angelegt. Zudem wird der Zaun dazu verwendet, ein bestimmtes Objekt vor den Blicken Unbefugter in der Öffentlichkeit zu verbergen.
Ein dem Zaun verwandtes Gebilde in geschlossenen Räumen wird Gitter genannt. Nicht selten erfüllt der Zaun aber auch nur dekorative Zwecke, z.B. als Rankhilfe bei der Gartengestaltung.
Geschichtliches
Die ältesten Zauntypen waren Flechtzäune und Staketenzäune, wie sie heute noch bei traditionell gepflegten Bauerngärten gibt. Sie dienten dazu, Tiere aus- bzw. einzusperren.
So wie in jeder Landschaft traditionell unterschiedliche Haustypen zu finden sind, so sind in den verschiedenen Gegenden Deutschlands, Europas und der Welt auch unterschiedliche Zaunformen entstanden, die zum Teil das Bild einer Landschaft mitprägen. So spielten Zäune in der Entwicklung des amerikanischen Westens eine wichtige Rolle, um die Besitzverhältnisse bei den riesigen Rinderherden abzugrenzen. Es kam um die seit den 1870er Jahren mit Stacheldraht versehenen Zäune sogar zu Weidekriegen.
Seinen Ursprung hat die Sitte, in Siedlungen das ganze Grundstück einzuzäunen, nicht in Deutschland, sondern in England. Ursprünglich wurden die Weiden und der Garten selbst eingezäunt. Andere Kulturen, z.B. in Irland, grenzen ihre Grundstücke aus verschiedenen Gründen mit Trockenmauern voneinander ab, wieder andere mit Hecken oder Wassergräben. Seit Jahrhunderten durchziehen in Schleswig-Holstein auf kleinen Wällen angelegte Windschutzhecken das Land. Diese werden als "Knicks" bezeichnet und sorgen für ein ausgezeichnetes Kleinklima. Es werden zumeist strauchig wachsende Laubgehölze verwendet. Es gibt auch in Deutschland kleine Regionen, die gewollt keine Zäune setzen: So sind die Bewohner des alten Fischerdorfes Neuendorf auf der Ostseeinsel Hiddensee bis heute stolz darauf, auf Umzäunungen ihrer Grundstücke von alters her zu verzichten.
Gartenzaun
Lattenzaun, Staketenzaun
Hanichlzaun mit zugespitzten Holzstangen
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Hanichlzaun mit zugespitzten Holzstangen
Der Lattenzaun besteht aus senkrecht stehenden Latten, welche durch zwei oder drei Querbalken (Riegel) miteinander verbunden sind. An diese Querbalken werden in regelmäßigen Abständen Latten angebracht. Der Querschnitt der Latten ist rechteckig oder rohrförmig.
Eine ältere Form des Lattenzauns ist der Staketenzaun. Der Querschnitt der Staketen ist rohrförmig oder quadratisch, oben abgeschrägt. Im Gegensatz zum Lattenzaun werden die Staketen jeweils an einem unteren und einem oberen Querbalken befestigt.
Eine alte Zaunform, die früher besonders in Bayern üblich war, ist der Hanichlzaun. Er wird aus halbierten und oben zugespitzten Fichten- oder Tannenstämmen hergestellt.
Jägerzaun
Der Jägerzaun, auch Scheren- oder Kreuzzaun, wird noch heute in manchen Landstrichen sehr gerne beim Privathausbau angelegt. Besonders häufig trifft man ihn in geschlossenen Siedlungsformationen. Bei diesem etwa 80 Zentimeter hohen Zaun sind die oben zugespitzten Latten nebeneinander X-förmig an zwei Querbalken befestigt.
Holzlattenzaun mit Kapuzinerkresse
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Holzlattenzaun mit Kapuzinerkresse
Palisadenzaun
Der Palisadenzaun, auch Lanzenzaun, ist ebenfalls senkrecht ausgerichtet und vor zwei Querbalken befestigt. Die einzelnen Palisaden haben einen runden oder rohrförmigen Querschnitt und sind oben mit Spitzen versehen, was sie besonders für kletternde Kinder äußerst gefährlich und gelegentlich zur tödlichen Falle macht.
Metallzaun
Der Maschendrahtzaun oder auch Diagonaldrahtgeflechtzaun besteht aus Pfosten und Drähten. Die Drähte sind dabei zu Maschen verflochten. In definierten Abständen wird ein Pfosten im Boden verankert und Drähte zwischen diesen Pfosten gespannt. Die Dichte der Drähte richtet sich dabei nach dem Zweck des Zauns. Grobe Maschen halten große Lebewesen auf, feine Maschen kleine.
Bei einem speziellen Einsatzgebiet eines Maschendrahtzauns, z.B. um Vieh- und Pferdeweiden, wird an diesen eine elektrische Spannung angelegt. Er besteht in der Regel nur aus einem Draht, der über einen Hochspannungserzeuger an eine Batterie angeschlossen ist und der von Pfosten zu Pfosten gezogen wird.
Der Metallzaun oder auch Gittermattenzaun wird aus Stahl oder Aluminium gefertigt. Die Metallstäbe können voll, quadratisch oder rechteckig sein, aber auch zu geschwungenen Mustern und Ornamenten verwoben sein. Sowohl Draht- als auch Metallzäune sind heute in der Regel zum Schutz gegen Korrosion verzinkt, zunehmend zusätzlich auch farbig pulverbeschichtet.
Weidezaun
Weidezäune in verschie-denen Ausführungen
mit Pfähle und Halbrund-latten Fichte/Tanne, druckimprägniert oder Pfähle und Latten aus
Akazienholz.
Der Weidezaun wird dort gebraucht, wo man Tiere einzäunen möchte. Meistens verwendet man dafür Rundpfähle aus Fichte/Tanne mit Halbrundlatten aus demselbigen Material, oder das dauerhafte Akazienholz. Die Höhe des Zaunes für Pferde sollte ca. 150 - 160 cm sein.
Koppelzaun
Weidezäune in verschie-denen Ausführungen
mit Pfähle und Halbrund-latten Fichte/Tanne, druckimprägniert oder Pfähle und Latten aus
Akazienholz.
Elektrozaun
Weidezäune in verschie-denen Ausführungen
mit Pfähle und Halbrund-latten Fichte/Tanne, druckimprägniert oder Pfähle und Latten aus
Akazienholz.